In­sol­venz­recht­li­che Sa­nie­rungs­tools: Die Sa­nie­rung von Un­ter­neh­men mit Hilfe des In­sol­venz­rechts bie­tet ge­gen­über der Sa­nie­rung au­ßer­halb der In­sol­venz viele Vor­tei­le.

  • Die Löhne der Mit­ar­bei­ter wer­den für einen Zeit­raum von bis zu drei Mo­na­ten von der Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­nom­men und das Un­ter­neh­men von den Lohn­kos­ten li­qui­di­täts­mä­ßig be­freit. D.h. Ihr Un­ter­neh­men er­hält in die­ser zu­ge­spitz­ten Si­tua­ti­on zu­sätz­li­che li­qui­de Mit­tel, die für den Er­halt des Be­trie­bes sinn­voll ein­ge­setzt wer­den kön­nen.
  • Lang­fris­ti­ge Ver­trä­ge kön­nen mit einer ma­xi­ma­len Kün­di­gungs­frist von bis zu drei Mo­na­ten be­en­det wer­den. Vor allem bei Miet­ver­trä­gen mit lan­gen Rest­lauf­zei­ten ( Bsp. ge­mie­te­te Fi­li­al­flä­chen ) ge­lingt ein kurz­fris­ti­ger Aus­stieg und kön­nen so etwa Flä­chen dem ak­tu­el­len Be­darf des Un­ter­neh­mens an­ge­passt oder ein Aus­stieg aus über­teu­er­ten Ob­jek­ten um­ge­setzt wer­den.
  • Auch für das Ar­beits­recht bie­tet die In­sol­venz­ord­nung die Mög­lich­keit einer ab­ge­kürz­ten Be­en­di­gung von Ar­beits­ver­hält­nis­sen. So wer­den Kün­di­gungs­fris­ten selbst bei einer ver­ein­bar­ten Un­künd­bar­keit auf ma­xi­mal drei Mo­na­te be­grenzt. Im Falle eines In­ter­es­sen­aus­gleichs gel­ten Ver­mu­tun­gen zu­guns­ten der so­zia­len Recht­fer­ti­gung der Kün­di­gung und der ge­trof­fe­nen So­zi­al­aus­wahl. Ein So­zi­al­plan ist im Vo­lu­men ge­de­ckelt und er­for­dert ge­gen­über einem Plan au­ßer­halb der In­sol­venz deut­lich ge­rin­ge­re Geld­mit­tel.
  • Durch den In­sol­venz­plan als Ge­stal­tungs­ele­ment ge­lingt es in der In­sol­venz, auch ab­leh­nen­de Gläu­bi­ger, die sich einem Sa­nie­rungs­kon­zept wi­der­set­zen oder kei­nen Sa­nie­rungs­bei­trag leis­ten wol­len, durch Mehr­heits­ent­schei­dun­gen zu über­stim­men und gleich­wohl den Plan­re­ge­lun­gen zu un­ter­wer­fen. Im Er­geb­nis wer­den daher alle Gläu­bi­ger an der In­sol­venz be­tei­ligt und nicht nur von ein­zel­nen Gläu­bi­gern Opfer ver­langt. Das er­zeugt mehr Sym­me­trie und Ge­rech­tig­keit und weist Be­gehr­lich­kei­ten ein­zel­ner in ihre Schran­ken.

LECON hat durch seine In­sol­venz­ver­wal­ter er­heb­li­che Ex­per­ti­se in der An­wen­dung und Um­set­zung die­ser Tools. Sie ge­hö­ren zum Ta­ges­ge­schäft. LECON wird im Rah­men der Sa­nie­rungs­an­sät­ze diese Mög­lich­kei­ten mit­den­ken und die Hand­lungs­op­tio­nen hier­an op­ti­miert aus­rich­ten.

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